10 Tipps, wie ihr effizient Gas sparen könnt

10 Tipps, wie ihr effizient Gas sparen könnt

Den Gasbedarf senken und dabei viel Geld sparen - Mit unseren zehn Tipps ist das kein Problem!

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AUSLESE - DARUM GEHT`S HIER:

  • Warum sollen wir Energie sparen?
  • Mit kleinen Maßnahmen könnt ihr viel Energie und Geld sparen
  • 10 Tipps, wie ihr effektiv Gas spart

Warum überhaupt Energie sparen?

Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, so viel wie möglich an Energie zu sparen. Durch den Ukraine-Krieg und die explodierenden Rohstoffpreise am Energiemarkt ist nun Handeln angesagt.

Natürlich arbeiten viele Stellen bei der Bundesregierung und den Energieversorgern daran, die Lieferung von Strom und Gas bis zum Ende der anstehenden Heizperiode abzusichern. Damit es aber zu keiner Energieknappheit kommt, sind die Bürger*innen dazu aufgerufen, so viel Energie wir nur möglich einzusparen. Sicher ist sicher.

Wie viel Sparpotenzial es gibt, zeigt eine Pressemitteilung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW): Im Juni 2022 wurde ein Viertel weniger Gas als im Vorjahresmonat verbraucht! Der Stromverbrauch sank dagegen nur um 3,5 %. Es gibt also noch viel Einsparpotenzial.

Das Gute: Jede*r kann im Kleinen dazu beitragen, den Verbrauch gering zu halten. Im Folgenden zeigen wir Einspar-Maßnahmen für den Gasverbrauch sowie Möglichkeiten, die Wärmeversorgung langfristig energieeffizienter zu gestalten. Denn die Wärmeversorgung stellt den Großteil des Energieverbrauches in privaten Haushalten.

So spart ihr zu Hause Gas ein

Das Einsparen von Heizenergie wird von vielen Energieexperten schon lange propagiert und gefördert. Effizienz und ein sparsamer Verbrauch sind ohnehin die relevanten Hebel für die Energiewende. Deshalb ist es unabhängig von den Kriegsgeschehnissen wichtig, sparsam mit Energie umzugehen, gerade beim Heizen. Denn der Wärmesektor macht nicht nur einen Großteil der CO2-Produktion aus, das sparsame Heizen entlastet auch die Geldbörse. Zum Vergleich: Mit nur einem Grad weniger Raumtemperatur spart man bereits sechs Prozent der Heizkosten.

10 Tipps, wie ihr Gas effektiv spart

1. Heiztemperatur reduzieren

Für Wohnräume, Kinderzimmer, Büroräume oder auch kleine Arbeitszimmer sind tagsüber 20 Grad Celsius ausreichend. Im Esszimmer darf es unter 20 Grad sein. Für einen ruhigen Schlaf werden für Erwachsene um die 16 Grad empfohlen. Natürlich kann es im Bad etwas wärmer sein.

2. Ihr verreist? Dann schaltet die Heizung runter

Über Nacht und bei Abwesenheit ist es – zumindest bei einer Zentralheizung – ratsam, die Temperatur herunterzudrehen. Einfacher wird es, wenn programmierbare Thermostate eingesetzt werden. Damit lassen sich rund zehn Prozent der Heizkosten einsparen, ohne dass man daran denken muss. Wer länger weg ist, sollte die Thermostate auf die Frostschutzposition des Ventils stellen.

Wie ihr die Raumtemperatur geschickt senkt und euch dabei trotzdem wohlfühlt, zeigt Energieberaterin Maja Braun im Video...

3. Hydraulischen Abgleich durchführen lassen

Der Begriff ist vielleicht nicht allen geläufig, und doch ist es wichtig, den sogenannten „hydraulischen Abgleich“ regelmäßig durchzuführen. Ältere Heizsysteme und Thermen sollten vom Installateur einmal pro Jahr professionell überprüft werden. Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass in allen Heizkörpern die gleiche Menge an Warmwasser vorhanden ist, damit die Wärme ungehindert und je nach Bedarf in die einzelnen Räume weitergeleitet werden kann. Konkret bedeutet dies, dass die sogenannte Vorlauftemperatur im Heizungssystem gesenkt werden sollte. Das spart Energie – und Geld.

4. Heizung entlüften

Kleinere Wartungen wie das Entlüften der Heizkörper kann jeder selbst durchführen. Warnsignale sind ein Gluckern oder eine ungleichmäßige Wärmeverteilung im Heizkörper. Meistens behindert Luft dann die Wärmeabgabe. Mit einem Spezialschlüssel könnt ihr das Entlüftungsventil langsam aufdrehen. Die Luft entweicht mit einem zischenden Laut. Sobald Wasser austritt, sollte das Ventil wieder geschlossen werden. Wie das Entlüften der Heizung genau funktioniert, zeigen wir euch hier.

5. Platz für Heizkörper!

Heizkörper und Thermostatventile sollten nicht von Möbeln und Gardinen verdeckt sein. Er ist selten schön – doch die Idee, eine Couch vor den Heizkörper zu stellen, um ihn nicht sehen zu müssen, bezahlt ihr mit einem kalten Zimmer und höheren Heizkosten, denn am Heizgerät entsteht ein Wärmestau. Das Thermostat kann dann nicht mehr richtig messen, wie warm es im Zimmer ist, sondern misst den zu warmen Wert direkt am Heizkörper. Die Folge: Das Thermostat schließt die Wärmeversorgung und das Zimmer wird nicht beheizt. Ein Mindestabstand von 30 cm zwischen Wärmequelle und Möbeln sollte deswegen eingehalten werden.

Warum das so ist und wie ihr sonst noch beim Heizen sparen könnt, erfahrt ihr von Energieberaterin Maja Braun in diesem Video...

6. Abdichten!

Als erste Maßnahme für Türen oder Fenster reichen selbstklebende Dichtungsbänder aus Schaumstoff oder elastische Dichtungsprofile für Fenster- oder Türfalz. Undichte Türschwellen lassen sich durch Einkleben oder Einsetzen beweglicher Dichtprofile oder Bürstendichtungen anpassen. Es lohnt sich zudem, Einfachverglasungen durch Wärmeschutzverglasungen zu ersetzen. Auch Heizkörpernischen solltet ihr isolieren, falls die Außenwand im Nischenbereich zu dünn ist. Ihr wollt noch mehr tun? Viele Stadtwerke bieten eine thermographische Prüfung für Immobilien an. Bei diesem Verfahren wandelt eine Infrarotkamera die Wärmestrahlung in farbige Bilder um und gibt Aufschluss über Verbesserungspotenzial.

7. Lüften, aber richtig!

Lüften während der Heizperiode sorgt für frische Luft und beseitigt überschüssige Feuchtigkeit, die durch Transpiration, Duschen oder Kochen entsteht. Am besten ist es, mehrmals am Tag Stoßlüftungen durchzuführen. Fünf bis zehn Minuten reichen aus.

Aber warum lüften wir überhaupt und wie macht man's richtig? Energieberaterin Maja Braun erklärt es im Video...

8. Nicht zu heiß duschen!

Eine Minute lang zu duschen verbraucht so viel Energie wie einen Haushalt drei Tage lang zu beleuchten. Gar nicht zu duschen ist natürlich keine Lösung. Besser ist es, die Duschzeit zu verkürzen und lauwarmes Wasser zu verwenden. Das spart schon eine Menge und schont Haut und Haare. Meist reicht eine Temperatur von 37 Grad.

Übrigens: 5 statt 7 Minuten zu duschen bringt eine Ersparnis von 30 Prozent; 37 Grad Celsius statt 40 Grad Celsius Wassertemperatur nochmal 10 Prozent Ersparnis. Wie viel Energie sich beim Duschen einsparen lässt, könnt ihr eindrucksvoll mit dem Duschrechner der Verbraucherzentrale berechnen.

9. Aufs Köpfchen kommt's an!

Sparduschköpfe und Perlstrahler reduzieren bis zu 50 Prozent Wasser und 25 Prozent der Energiekosten zum Erhitzen des Warmwassers. Ein preiswerter Durchflussbegrenzer sorgt für einen geringeren Wasserdurchlauf und hilft zusätzlich beim Sparen.

10. Raus aus der Wanne!

Wer Gas sparen möchte, sollte lieber Duschen statt Baden. Bei einer Duschdauer von 10 Minuten werden zwar durchschnittlich satte 60 Liter Wasser verbraucht, dennoch ist Duschen sparsamer als Baden, denn je nach Fassungsvermögen der Wanne werden pro Bad oft mehr als 150 Liter Wasser benötigt.

Wie und warum ihr beim Waschen und Duschen Energie sparen könnt, sagt euch Maja Braun im Video...

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