Kaminofen: Wärme aus dem Wald

Kaminofen: Wärme aus dem Wald

Holz wird nahezu seit Menschengedenken zum Heizen verwendet. Ein moderner Kaminofen nutzt den erneuerbaren Rohstoff effizient und umweltfreundlich – und verbreitet lang anhaltende Wärme. Das ist zu beachten...

Feuer vermittelt Behaglichkeit und Schutz. Vermutlich schwingen diese Gründe mit, wenn wir uns gerne Feuer in Form eines Kaminofens ins Haus holen. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz in unseren Wäldern jederzeit verfügbar. Im Gegensatz zu Öl und Gas wird bei der Verfeuerung von Holz nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat.

AUSLESE - DARUM GEHT`S HIER:

  • Kaminofen - nutzt den umweltfreundlichen Brennstoff Holz
  • Verschiedene Arten von Kaminöfen
  • Voraussetzungen für einen Kaminofen

Holz ist somit ein besonders umweltfreundlicher Brennstoff.  Ob man einen Kaminofen für die Übergangszeit oder als überwiegende Wärmequelle nutzen will, der kuscheligen und klimafreundlichen Wärme im Herbst steht nichts im Wege.

Romantische Glut oder Zusatzheizung?

Wer über den Kauf eines Holzofens nachdenkt, sollte zunächst überlegen, für welche Aufgaben er gedacht ist und entsprechend seine Wahl treffen:

  • Offener Kamin: Er strahlt lediglich Wärme in den Raum, während das Holz verbrennt – das kann davor recht heiß werden.
  • Kachelofen: Er wird typischerweise als Grundofen eingesetzt. Er speichert Wärme in Schamottsteinen und Kacheln, die über einen längeren Zeitraum relativ gleichmäßig abgegeben wird. Nachteil: Bis es so weit ist, vergehen rund zwei Stunden.
  • Kamin- oder Schwedenofen: Die Brennkammer ist ebenfalls beispielsweise mit Schamottesteinen isoliert und speichert einen Teil der Verbrennungswärme, die nach und nach abgegeben wird. Die Speicherfähigkeit ist deutlich geringer als bei einem Grundofen. Das Anheizen geht schneller

Voraussetzungen für einen Kaminofen

  • Genehmigung: Darf im Haus/in der Wohnung ein Kaminofen gebaut werden? Ist ein Kaminanschluss gewährleistet?
  • Leistung: Je nach Nutzung muss man mit einer Leistung des Ofens von etwa 1 Kilowatt pro 8–10 Quadratmeter Wohnfläche rechnen.
  • Raumgröße: Das Kaminzimmer braucht mindestens 12 Quadratmeter Fläche, denn 1 Kilogramm Holz benötigt zum Verbrennen 9–12 Kubikmeter Luft.
  • Feuerschutz: Nicht nur Bauteile, sondern auch der Fußboden vor dem Kamin muss aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Zudem: Sicherheitsabstände beachten!

Heizen mit Holz - so geht`s richtig

  • Achten Sie beim Erwerb eines Kaminofens auf einen hohen Nutzungsgrad und geringe Schadstoffemissionen.
  • Verbrennen Sie nur trockenes und unbehandeltes Holz.
  • Nutzen Sie zusätzlich weitere erneuerbare Energien (Solarthermie, Geothermie).
  • Sparen Sie Heizenergie mit Wärmedämmung, angepasstem Verhalten und regelmäßiger Wartung

Quelle: Umweltbundesamt

Kompaktes Wissen bietet das Umweltbundesamt mit seiner Broschüre „Heizen mit Holz“, die du hier herunterladen kannst.

Saubere Luft garantieren

Mit der Verbrennung von Holz entsteht die gewünschte Wärme. Zurück bleiben vor allem Asche, Wasser und Kohlendioxid. Da Holz auch Stickstoff-, Schwefel- und Chlorverbindungen enthält, entstehen schädliche Stickstoff- und Schwefeloxide sowie Salzsäure. Diese Abgase lassen sich mit einem gut eingestellter Ofen durch eine vollständige Verbrennung minimieren. Ein Zeichen für einen gut eingestellten Ofen ist nahezu weiße Asche. Durch die Verbrennung gelangt zudem Staub in die Luft. Dabei handelt es sich zu über 90 Prozent um Feinstaub, der die Gesundheit beeinträchtigen kann. Hier hilft der Einsatz eines sogenannten Staubabscheiders.

Verordnungen & Grenzwerte

Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) enthält Grenzwerte für die Luftschadstoffemissionen von Kaminöfen. Zunächst müssen Hersteller die Einhaltung der Grenzwerte selbst nachweisen. Nach der ersten Inbetriebnahme und nach einem Betreiberwechsel berät der Schornsteinfeger. Zweimal in sieben Jahren wird zudem das Brennstofflager überprüft. Wer schon einen Ofen hat, sollte einen Blick auf das Alter werfen. Öfen, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden und die geltenden Grenzwerte nicht einhalten, müssen nachgerüstet oder gegen einen neuen emissionsarmen Ofen ersetzt werden. Wenn das nicht möglich ist, muss er bis 31.12.2020 stillgelegt werden.