Kraft-Wärme-Kopplung - so funktioniert's

Kraft-Wärme-Kopplung - so funktioniert's

Heizen mit der Wärme, die eh schon da ist: Dieses Prinzip macht sich Kraft-Wärme-Kopplung zunutze, auch als Mini-BHKW für größere Wohngebäude. Wie funktioniert das und wer setzt die Technologie schon ein? Ein Überblick.

In der konventionellen Energieversorgung werden Strom und Wärme getrennt voneinander erzeugt. Kraft-Wärme-Kopplung reißt diese Trennung ein. Zusätzlich zu elektrischem Strom wird auch die anfallende Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, nutzbar gemacht.

Mit einem Generator, angetrieben durch einen Verbrennungsmotor, wird Strom erzeugt. Die dabei entstehende Abwärme wird mittels Wärmetauschern an den Heizwasserkreislauf übertragen. Wird der Strom nicht vor Ort verbraucht, kann er gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden. Als Brennstoff wird üblicherweise Erdgas oder Biogas verwendet, jedoch eignen sich auch andere Brennstoffe.

KWK - Eine umweltfreundliche Technologie

Mit einem BHKW hat man eine perfekte Win-Win-Situation. Schließlich steckt man einmal Energie hinein und bekommt zweimal Energie heraus.
Und eine umweltfreundliche: Während die gute alte Ölheizung rund 380g CO2/kWH abgibt, sind es beim Blockheizkraftwerk nur 210g. Damit trägt die Technologie wesentlich zum großen Ziel bei, die CO2-Emissionen nachhaltig zu senken.

Betrieb des BHKW

Nahwärme-Netze, öffentliche Gebäude, Krankenhäuser oder auch größere Wohngebäude sind typische Anwender von Wärme aus KWK-Anlagen. Auch das produzierende Gewerbe, die chemische Industrie und die Lebensmittelindustrie nutzen immer mehr die Vorteile der Technologie. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland schon rund 20 Prozent des erzeugten Nettostroms aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gewonnen.

Liegt die elektrische Leistung unter 10 kW, bezeichnet man das Kraftwerk als Mikro-BHKW. Anlagen mit weniger als 2,5 kW nennt man Nano-BHKW.

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