Stromzähler ablesen: Gewusst wie

Stromzähler ablesen: Gewusst wie

Ruhige Zeiten am Tag sind rar. Damit nicht auch noch der Ablesedienst stört, bitten immer mehr Unternehmen ihre Kunden, selbst den Zählerstand abzulesen. Auch bei einem Umzug sollte man den Zählerstand sowohl beim Ein-, als auch beim Auszug erfassen. Wie das geht, erklären wir dir hier.

Erst einmal etwas Grundsätzliches: Sowohl dein Stromlieferant, als auch dein Netzbetreiber braucht deinen Zählerstand. Beide werden dich per Post auffordern, diesen durchzugeben.

Zählerstand ablesen – so geht`s

1.  Stromzähler finden: Meist ist das Gerät im Keller des Hauses eingebaut. Mieter müssen eventuell ihren Vermieter bitten, ihnen Zugang zum Stromzähler zu gewähren, da sich diese in einem abgeschlossenen Bereich befinden.
 
2.  Richtige Zahlen ablesen: Nun musst du erst einmal wissen, welche Art von Stromzähler du hast.

Ferrariszähler, “Moderne Messeinrichtung (mMe)“ oder „Intelligentes Messsystem (iMSys)“?

Der klassische Ferraris-Zähler (benannt nach seinem Erfinder Galileo Ferraris) stellt den Stromverbrauch mit Drehscheiben dar. Er hat ausgedient und wird seit 2017 peu á peu gegen moderne Messeinrichtungen getauscht. Sie zeigen die Verbrauchsdaten in digitaler Form an, über ein digitales Display.
Nicht zu verwechseln sind sie mit den sogenannten iMSys. Diese sind über ein Gateway in ein Kommunikationsnetz eingebunden. So kann der Energieverbrauch detailliert verfolgt und optimiert werden. Diese Smart Meter iMSys werden sukzessive eingesetzt – allerdings nur für Großverbraucher mit einem Jahresverbrauch über 6.000 kWh. Ein normaler 4-Personen-Haushalt hat einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh und kommt daher erstmal nicht in den Genuss der intelligenten Zähler.

In der folgenden Bildergalerie kannst du dir die unterschiedlichen Stromzähler noch einmal ansehen.

  • Zählerstandserfassung Stromzähler
    Ferrariszähler - Eintarifzähler
  • Zählerstandserfassung Stromzähler
    Ferraris-Zähler: Doppeltarifzähler mit Hochtarif und Niedertarif.
  • Zählerstandserfassung Stromzähler
    Moderne Messeinrichtung mit der Anzeige "Bezug gesamt" (1.8.0.).
  • Zählerstandserfassung Stromzähler
    Moderne Messeinrichtung, hier der Zweirichtungszähler. Die Energielieferung ins Netz wird angezeigt (2.8.0.).

Ferrariszähler - Eintarifzähler

Schwarz unterlegt findest du Zahlen, die sich – je nachdem wie viel Strom du gerade im Moment verbrauchst – schneller oder langsamer drehen. Dahinter steht „kWh“ (Kilowattstunden). Das ist der Zählerstand. Notiere ihn dir. Die Nachkommastelle im roten Feld kannst du weglassen.

Ferrariszähler - Doppeltarifzähler

Wenn du Tag-Nacht-Strom beziehst bzw. einen Tag-Nacht-Tarif nutzt, oder dies in der Vergangenheit der Fall war, hast du einen Doppeltarifzähler. Hier musst du zwei Zählerstände ablesen: Den Hochtarif (dieser misst den Stromverbrauch am Tag) und den Niedertarif (verbrauchter Strom bei Nacht).

Moderne Messeinrichtung

Bei diesen Zählern werden die verschiedenen Zählerstände roulierend angezeigt. Wichtig für dich ist der „Bezug gesamt“ (1.8.0.). Für Hoch- und Niedertarif „Bezug HT 1.8.1.“ bzw. „Bezug NT 1.8.2.“. Relevant sind auch nur die Zahlen vor dem Komma. Notiere sie.

Übrigens: Die moderne Messeinrichtung kann den aktuellen Stromverbrauch und einige weitere gespeicherte Werte – wie z.B. den durchschnittlichen Stromverbrauch pro Tag, Monat, Jahr -  auf dem digitalen Display anzeigen. Um diese Werte abzurufen, musst  du eine PIN eingeben, die du von deinem Stromversorger erhältst. Entweder dein Gerät hat einen Knopf für die Eingabe, oder du musst ihn mit einem Lichtsignal bedienen. Klingt verrückt, ist aber aus Datenschutzgründen gar nicht so verkehrt. Denn so hast wirklich nur du Zugriff auf deine Verbrauchsdaten.

Zweirichtungszähler

Hier wird zusätzlich die Energielieferung ins Netz (2.8.0) angezeigt. Wenn du zum Beispiel eine Photovoltaikanlage und einen Energieüberschuss hast.

Zählerstand übermitteln

Du kannst uns den Zählerstand bequem per Telefon, Post oder Fax mitteilen. Oder natürlich online eingeben in unserem Online-Service!
 
Zudem muss dein Netzbetreiber alle paar Jahre mit geschultem Personal persönlich vorbei kommen, um eine Sichtkontrolle zu erledigen und die Zähler bei Bedarf zu erneuern. Wichtig: Die Ableser müssen sich mit Dienst- und Personalausweis ausweisen und dürfen nur in Haushalten den Stromzähler ablesen, in denen Erwachsene anwesend sind.

Was ist mit der Zählernummer?

Die Zählernummer ist eine feste Nummer, die der Identifizierung deines Haushalts dient. Sie steht meist auf dem Vordruck, den du von deinem Energielieferanten oder deinem Netzbetreiber erhältst. Und auf der letzten Stromrechnung. Sollte das nicht der Fall sein, findest du sie ebenfalls auf deinem Stromzähler. Bei den digitalen Zählern ist die Zählernummer nicht digital angezeigt.

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