Selbstversuch E-Auto – Teil 2

Selbstversuch E-Auto – Teil 2

Zwei Wochen mit dem E-Auto unterwegs – Tag 7 bis 14. Selina und Susanne wagen den Alltags-Versuch und laden den Kia e-Niro und den Peugeot e-2008 an öffentlichen Ladesäulen oder der Wallbox zuhause. Was ist ihr Fazit? Würden Sie sich ein Elektroauto kaufen? Inklusive Video!

E-Auto Icon

AUSLESE – DARUM GEHT`S HIER:

  • Susanne und Selina testen zwei E-Autos: Den Peugeot e-2008 und den Kia e-Niro
  • Wie hoch sind die Kosten? Wie weit ist die Reichweite?
  • Wo du mit unserer App Ladestationen finden und dein E-Fahrzeug laden kannst, erfährst du hier.

Das erste Mal Laden, 700 km mit dem E-Auto und warum es sinnvoll ist, ein Typ-2-Ladekabel dabei zu haben: Lies hier, welche Erfahrungen unsere Kolleginnen in der ersten Woche des Selbstversuchs „14 Tage E-Auto“ gemacht haben!

Tag 7 – Rekuperation

Selina will es wissen: Sie wird erst wieder laden, wenn der Akku des Peugeot e-2008 komplett leer ist. Wie lang das wohl dauert?
Susanne tastet sich weiter in die Welt der Elektromobilität vor und macht sich an das Thema Rekuperation. „Das Elektroauto rekuperiert. Repukeration kommt vom lateinischen recuperare und bedeutet „wieder verwenden“. Laienhaft würde ich das mal so zusammenfassen, dass der E-Motor als Generator fungieren kann. Die Bremsenergie kann gespeichert werden und verlängert dann wiederum in Reichweite“.
Aktivieren kann sie die Rekuperation beim e-Niro über zwei Wippen am Lenkrad.
Auch Selina kann im Peugeot e-2008 jeden Fahrmodus im sogenannten „B-Modus“ fahren. Dafür nutzt sie eine Einstellung am Schaltknopf. „B steht für Brake (Bremse). Man merkt beim Fahren, dass man eigentlich nicht selbst bremsen muss, das macht das Auto von alleine“. So gewinnt das E-Auto Energie zurück. Selina sieht das anschließend an der Reichweiten-Anzeige.

Leiser Elektromotor

Susanne ist begeistert von den Geräuschen im e-Niro – bzw. vom fehlenden Lärm! „Man hört nichts vom Motor. Ich bin tatsächlich schon ein paar Mal aus dem Auto ausgestiegen und habe vergessen, den Motor aus zu machen“, erzählt sie und lacht. Natürlich macht der e-Niro mit einem Warnsignal auf den Fehler aufmerksam.

Tag 8 – Alltag mit E-Auto & öffentlichen Ladesäulen

Nach über einer Woche hat sich Susanne an das Laden an öffentlichen Ladepunkten gewöhnt. „Man muss für das Auto mitdenken und sich überlegen: Kann ich in der Zeit des Aufladens etwas erledigen, zum Beispiel einkaufen? Doch mir gefällt das, es klappt wirklich gut!“.
Reichweitenangst hat sie nicht mehr. Dabei helfen ihr der e-Niro selbst und die Lade-App: Im e-Niro kann sie sich eine Anzeige aufrufen, in welchem Radius sie sich mit der aktuellen Ladung noch bewegen kann und wo es in diesem Gebiet Auflademöglichkeiten, d.h. öffentliche Ladesäulen, gibt. Auch kann sie sich den Verlauf des Kraftstoffverbrauchs der letzten 30 Fahrten anzeigen lassen.
Noch einfacher geht es mit der Lade-App. Susanne nutzt unsere Pfalzwerke Charge App (diese kannst du hier für Android und hier für Apple herunterladen)..

Hier sieht sie alle öffentlichen Pfalzwerke-Ladestationen in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Deutschland sowie alle Ladestationen im europaweiten Hubject-Roamingverbund. Sie erkennt, ob diese gerade verfügbar sind und kann bestimmte Ladesäulen als Favoriten speichern. Zudem sieht sie ihre Ladehistorie sowie die genauen Kosten.

Susanne lädt den e-Niro mit der Pfalzwerke Charge App.

Die Funktionen der Pfalzwerke Charge App

• Finden von E- Ladestationen in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in ganz Europa
• Aktuelle Informationen über Ladepunkte in Echtzeit
• Speichern von Ladesäulen als Favoriten
• Individuelle Suchfunktion mit Ort, Straße und Standort
• Filter nach Steckertyp, Ladeleistung und Roaming-Ladestationen
u.v.m.
Hier kannst du die App downloaden.

Tag 9 – Reichweitenangst?

Selina fährt zur Arbeit. Wie versprochen, hat sie seit zwei Tagen nicht geladen. Und dann: Ihr geht der Saft aus. Sie hat nur noch 38 km Reichweite. „Es war schlechtes Wetter und ich musste die Lüftung hoch fahren, um etwas zu sehen. Das hat mich 8 km Reichweite gekostet“. Nun hat sie Angst, nicht mehr die 20 km nach Hause zurück zu kommen. Sie leiht sich von Susanne die Ladekarte und lädt ein paar Prozent
„Das war mir zu unsicher. Gerade bei der Kälte finde ich es noch schwerer, die Reichweite einzuschätzen“. Doch ihr Fazit: „Jetzt weiß ich, dass das Laden an öffentlichen Ladesäulen einfach ist!“.

Tag 11 – Susannes Fazit: Kosten & Spaß

Nach knapp zwei Wochen zieht Susanne als Erste ein Fazit: „Eigentlich war ich seit Jahresbeginn dabei, weg vom Auto zu kommen. Das heißt, ich war es gewohnt, mehr Bahn zu fahren. So viele Strecken mit dem Auto zurück zu legen, war ungewohnt. Aber nun bin ich insgesamt 1.500 km in 11 Tagen gefahren. Dafür habe ich 56 € plus 9 € für den Pfalzwerke-Tarif ausgegeben“. Angst vor leerem Akku? Hat sie nicht mehr. „Am Anfang bin ich nur im Ecomodus gefahren und habe ständig auf den Akku geachtet.

Susanne mit E-Auto
Susanne zieht nach zwei Wochen mit dem Kia e-Niro ein positives Fazit.

In den letzten Tagen bin ich dazu übergegangen, im Sportmodus zu fahren. Er braucht fast das doppelte an Akku im Vergleich zum Ecomodus. Doch es macht echt Spaß!“.
Freude haben ihr auch die Begegnungen an den Ladestationen gemacht: „An den Ladesäulen kommt man schnell mit anderen Elektromobilistinnen ins Gespräch. Das ist schön!“.

Keine fossilen Brennstoffe

Da Susanne gerne nachhaltig lebt, ist ihr vor allem ein Punkt wichtig: „Mir gefällt es sehr, dass ich keine fossilen Brennstoffe verbrauche. Ich bin mir also sehr gut vorstellen, künftig ein E-Auto zu fahren. Vielleicht ein kleineres Auto“.

Tag 14 – Selinas Fazit: Kosten und Reichweite

Auch Selina`s Fazit nach zwei Wochen Elektroauto ist positiv: „Ich bin begeistert davon, wie schnell das Auto aufgeladen war: In fünf Stunden eine komplette Ladung! Es lief so unkompliziert nebenher, das war toll. Es ist ein gutes Gefühl, nicht mehr zur Tankstelle zu müssen!“, sagt sie. „Meine Reichweitenangst hat sich auch nach 2 Tagen gelegt. Wenn man eine Wallbox zu Hause hat, hat man ja eigentlich eine Tankstelle zu Hause“.

Bei den Kosten zieht sie ein nachdenkliches Fazit: „Pro Ladung musste ich circa 15 € bezahlen und bin dafür 200-300 km weit gekommen. Finanziell lohnt sich das für mich, im Vergleich zu einem Verbrenner, vor allem in Verbindung mit einer PV-Anlage auf dem Dach, das könnte ich mir gut vorstellen“.

Schlussendlich ist Selina so überzeugt, dass sie sich ein E-Auto bestellt.

Fördermöglichkeiten für Elektroautos & Wallboxen

Die Bundesregierung möchte den Ausbau der Elektromobilität vorantreiben und fördert den Einbau einer Ladestation oder Wallbox:

  • Zuschuss von 900,- Euro je Ladepunkt auf Gesamtkosten für Ladestation und Installation
  • Intelligente Ladestation mit ein bis zwei 11 kW installierter Ladeleistung
  • Für Ladestationen an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden (EFH, MFH …)

Der Antrag muss vor der Installation der Lademöglichkeit gestellt werden.

Achtung: Wir unterstützen alle angehenden Elektromobilisten zusätzlich mit einer Förderprämie in Höhe von 250 €.

 

Mehr interessantes Gezwitscher:

Studie: E-Autos billiger als Verbrenner

Studie: E-Autos billiger als Verbrenner

Wie teuer sind E-Autos im täglichen Gebrauch? Eine Studie hat nicht nur den Anschaffungspreis der Fahrzeuge, sondern alle anfallenden Kosten berücksichtigt und kommt zu einem Ergebnis, das viele überraschen dürfte…

Mehr lesen
Selbstversuch E-Auto

Selbstversuch E-Auto

Zwei Wochen ohne Verbrenner, dafür mit öffentlichen Ladesäulen oder der Wallbox zuhause. Wie ist das Leben dann so? Selina und Susanne haben es ausprobiert!

Mehr lesen