Schneller, nachhaltiger, hyper: Neue Ladeoptionen für E-Autos

Schneller, nachhaltiger, hyper: Neue Ladeoptionen für E-Autos

Normallader, Schnelllader oder Hypercharger - was ist der Unterschied und für welches Elektroauto ist welches System nutzbar? Hier klären wir auf.

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AUSLESE – DARUM GEHT`S HIER:

 

  • Das Netz öffentlicher Ladestationen wird immer dichter
  • An den Ladepunkten werden verschiedene Systeme angeboten
  • Normallader, Schnelllader oder Hypercharger
     

Strom aus erneuerbaren Energien ist als Antriebsmittel für Fahrzeuge zukunftsweisend und die Produktion ist durch den Ausbau von Wind- und Fotovoltaik-Anlagen nachhaltig – ohne CO2-Emissionen. Außerdem entstehen dabei vor Ort durch die Mobilität keine Abgase. Mit der Entwicklung durch die Fahrzeughersteller und die Verbreitung der Elektromobilität verbessert sich auch die Ladekapazität der Akkus kontinuierlich. Doch entscheidend für die Alltagstauglichkeit von Elektroautos sind die Ladeoptionen.

Die Pfalzwerke haben bereits vor Jahren mit dem Ausbau der Ladepunkte begonnen und sind bereits auf Platz 6 der TOP-Betreiber von Schnelladeparks deutschlandweit. Wir bieten nicht nur barrierefreie Lademöglichkeiten an, sondern setzen auch auf Standorte, die gut erreichbar sind.  An der Ladesäule selbst bieten sich den Kundinnen und Kunden verschiedene Optionen zum Laden. Wir erklären, welche Systeme für welches Elektroauto geeignet sind.

Die Qual der Ladewahl – welche Optionen sind verfügbar?

Einfach den Stromer aufladen, während man gerade den Wocheneinkauf erledigt – viele Kundinnen und Kunden wissen diese Form des Zeitmanagements zu schätzen und immer mehr Handelsunternehmen bieten Ladesäulen in Kooperation mit den Pfalzwerken an. Dabei achten wir darauf, möglichst eine Mischung aus verschiedenen Ladeoptionen anzubieten, denn steht man erst einmal vor der Ladesäule, ergibt sich Qual der Wahl: Normallader (AC), Schnelllader (DC) und Hypercharger (HPC) unterscheiden sich in der Leistung, mit der das Auto geladen werden kann. Der Normallader ermöglicht eine maximale Leistung von 22 kW. Der Wechselstrom (AC) wird hier während des Ladevorgangs in Gleichstrom gewandelt, denn der Akku eines E-Fahrzeugs speichert nur Gleichstrom. Diese Wandlung ist bei Schnelladern nicht nötig: Hier kann der Gleichstrom (DC) ab einer Leistung von 50 kW an einem Schnellladepunkt abgerufen werden. Spitzenreiter ist hier der Hypercharger mit einer Leistung von über 300 kW.

Welches Modell passt zu welchem System?

Welche Ladeoption ausgewählt werden kann, hängt nicht zuletzt auch vom angeschlossenen Auto ab. Die meisten E-Fahrzeuge können eine hohe Ladeleistung derzeit noch nicht abrufen, sodass die Ladezeit derzeit bei rund 35-40 Minuten liegt. Doch einzelne Modelle können bereits heute schon mit über 300 Kilowatt (kW) laden und bieten sich deswegen für den Anschluss an den superschnellen Hypercharger an. Wer hier sein Auto anschließt, kann den Akku in  ca. 15 Minuten zu 80 Prozent aufladen – attraktive Aussichten und die Option, den Stromer auch mal während eines kurzen Shopping-Trips an die Ladesäule zu hängen.

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Welche Stecker braucht ein E-Auto für die Ladestation?

An jeder normalen Ladestation mit Wechselstrom (AC) ist der Typ 2-Stecker standardmäßig vorgeschrieben. Damit sind bis zu 22 kW zu Hause oder an öffentlichen Ladesäulen, die dieses System bereitstellen mit ca. 50 kW möglich.

Mit einem CCS-Stecker (Combo 2) können dagegen Gleich- und Wechselstrom gleichermaßen geladen werden. Die Leistung von CCS-Schnellladesäulen beträgt 50 bis 350 kW. Der CCS-Stecker ist kompatibel mit allen Autos, die eine CCS-Ladedose eingebaut haben.

Wo könnt ihr laden?

Die Einkaufsmärkte von Wasgau und REWE Süd-West waren 2017 die ersten Handelsunternehmen, deren Parkplätze mit Ladestationen von den Pfalzwerken ausgestattet wurden, später folgte die Kooperationen mit Hornbach, für die mittlerweile auch Ladesäulen im gesamten Bundesgebiet und die ersten Ladestationen auch in Österreich errichtet wurden. Neu erweitert wird derzeit das Factory Outlet in Zweibrücken – und weitere Center wie in Waiblingen werden in Kürze folgen. Doch dies ist noch nicht alles, denn das Ziel der Pfalzwerke ist es, bis 2025 in Deutschland bis zu 2.000 Schnellladepunkte zu errichten und zu betreiben, bei denen schwerpunktmäßig der Hypercharger zum Einsatz kommen wird. Weitere Kooperationspartner sind bereits jetzt in Sicht, den Ausbau der Elektromobilität weiter voranzutreiben.

Ist es günstiger, ein Elektroauto unterwegs oder zu Hause zu laden?

Je nachdem, ob man zu Hause lädt oder das Schnellladen im „öffentlichen Raum“ wie zum Beispiel beim Einzelhandel nutzt, variieren die Preise. Darüber hinaus berechnen manche Anbieter für die Nutzung der Ladestation eine zusätzliche Grundgebühr. Falls man eine Ladekarte benutzt, können auch hierfür Kosten anfallen.

Das Aufladen wird nach Kilowattstunden (kWh) abgerechnet und somit nach der Strommenge.

Die Preise variieren stark, bei normalen Ladestationen kostet der Strom ab 38 Ct/kW bis zu 79 Ct/kW bei High Power Charger (HPC). So kann das schnelle Aufladen unterwegs je nach Autogröße zwischen 14 und 29 Euro kosten. Zu Hause ist das Aufladen des E-Autos in 4-6 Stunden für ca. 13 Euro erledigt. Man liegt hier also preislich etwas günstiger, muss aber mit einem etwas höheren Zeitaufwand kalkulieren.

Wer tankt oder lädt günstiger – Benziner oder Stromer?

Rechnet man den Energieverbrauch auf 100 km um, so benötigt ein Elektroauto im Durchschnitt 15 kWh auf 100 km. Je nach Ladeoption fallen somit Kosten zwischen ca. 5,50 und 12 Euro an. Ein Benziner beansprucht im Durchschnitt 7,4 Liter auf 100 Km und liegt damit – je nach Spritkosten – bei einem Verbrauch von 14-17 Euro. Klarer Vorteil für den Stromer!

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