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Mit Sonnenstrom heizen: So kombiniert Familie Pulz PV-Anlage und Wärmepumpe
Photovoltaik trifft Wärmepumpe – so nutzt ihr Strom und Wärme gemeinsam. Familie Pulz zeigt, wie das Zusammenspiel funktioniert. Das Ziel: Mehr eigene Energie nutzen – und die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren. Je nach Verbrauch und Anlage. Und das gute Gefühl, heute schon an morgen zu denken.
Bildnachweis: ©Pfalzwerke/Patrick Junker
AUSLESE - DARUM GEHT'S
- Photovoltaik und Wärmepumpe – zwei Technologien, die sich sinnvoll ergänzen. Familie Pulz zeigt, wie sich Strom und Wärme aus eigener Quelle kombinieren lassen und wie sie im Alltag Energie sparen.
- Solarstrom optimal nutzen: Der Strombedarf der Familie ist für Haushalt, Heizung und E-Auto hoch - über die App kontrolliert, steuert und optimiert Alexander Pulz die Verbraucher.
- Förderung & Umsetzung: Die Pfalzwerke begleiten von der Planung bis zur Antragstellung.
„Ich fand das schon immer eine tolle Idee – Sonnenstrom nutzbar zu machen“
Als Alexander Pulz 2015 mit seiner Familie in das eigene Haus im pfälzischen Großkarlbach einzog, war das Ziel, mit Sonnenstrom einen Großteil des eigenen Energiebedarfs zu decken, noch in weiter Ferne. Heute ist das Eigenheim mit eigener Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wallbox und Wärmepumpe weitgehend auf Eigenversorgung ausgerichtet – und die Familie mit dem Ergebnis glücklich. Im Blogbeitrag erzählt Alexander Pulz, wie er diesen Weg Schritt für Schritt gegangen ist und wie die Pfalzwerke ihm dabei geholfen haben, weniger abhängig von fossilen Energien zu werden.
Projekt 1: Ein Eigenheim inmitten der sonnenverwöhnten Pfalz
Ein eigenes Anwesen mitten in der Pfalz, umgeben von Weinbergen, legte den Grundpfeiler für Projekte, mit denen die Familie Jahr um Jahr ihr Haus erweiterte: „Uns hat das Haus hier gut gefallen, vor allem die Lage ist top. Als wir eingezogen sind, konnten wir mit wenig Renovierungsaufwand erst mal starten und haben uns dann jedes Jahr ein Projekt vorgenommen, um das Haus so umzugestalten, wie wir es vielleicht gebaut hätten, wenn es nicht schon gestanden hätte.“ Für Alexander war klar: Die erste große Veränderung sollte eine Photovoltaikanlage sein. Warum? Weil er als Abteilungsleiter für technische Betriebsführung bei den Pfalzwerken seine Leidenschaft für Sonnenenergie auch privat leben wollte. Und weil das Haus mitten in der Pfalz liegt – dort, wo die Sonne oft großzügig scheint. Mit der richtigen Technik wird aus Licht nutzbare Energie. Ein Schritt, der sich einfach gut anfühlt: „In dem Breitengrad haben wir hier bei uns ungefähr 1000 Kilowattstunden pro Quadratmeter, die auf die Erde treffen und die wir nutzen können. Hier in Rheinland-Pfalz sind wir schon sonnenverwöhnt.“
„Mit dem Fokus auf dem Geschäftsfeld Photovoltaik war für mich auch klar, dass ich eine eigene PV-Anlage haben möchte. Wenn man technisch ein bisschen versiert ist, möchte man dann auch ein bisschen spielen und schauen, was man an Regelungstechnik so machen kann, wie Verbraucher reagieren, wenn man eine Photovoltaikanlage hat.“
Projekt 2: Die eigene Photovoltaikanlage zieht aufs Dach
Eigenheimbesitzer kennen das Phänomen: Man hat ein Haus, aber ist doch nie so richtig „fertig“ damit. Auch Familie Pulz ging den Weg der kleinen und dennoch weitreichenden Energieschritte. Den Start bildete die eigenen Photovoltaikanlage als wichtiger Baustein: „Es stand einfach keine größere Renovierung am Haus an, und da habe ich gesagt: So, dieses Jahr machen wir die Photovoltaikanlage. Ende 2020 haben wir dann die PV installiert, zunächst mit einem 5-Kilowattstunden-Batteriespeicher. Den habe ich dann ein Jahr später um weitere 5 Kilowattstunden erweitert.“
Von der Projektidee bis zur Inbetriebnahme vergingen naturgemäß einige Monate. Für Eigenheimbesitzer ist es da besonders wichtig, dass sie in allen Prozessschritten professionell begleitet werden. Alles Montageteams müssen Hand in Hand arbeiten, damit die Inbetriebnahme wie geplant stattfinden kann: „Die Montageteams, die für die Pfalzwerke arbeiten, sind echt auf Zack. Da kommt morgens der LKW, dann wird das Haus eingerüstet, die Lieferung von Wechselrichter, Solarmodulen und Konstruktion kommt an, und sie fangen an. Spätestens am Nachmittag sind sie fertig.“
Ihr wollt mehr über unser Solar-Team erfahren? Hier erfahrt ihr mehr darüber, was den Service der Pfalzwerke so besonders macht. Mehr über das Serviceangebot des Solar-Teams erfahren...
Solaranlage installiert – Strom ernten – und einspeisen?
Ist die Photovoltaikanlage erst einmal fertig installiert, möchten Eigenheimbesitzer natürlich sofort den eigenen Strom nutzen und eventuell ins Stromnetz einspeisen. Damit alles reibungslos verläuft, gibt es aber einiges zu beachten. Alexander Pulz erklärt den technischen Prozess:
„Wenn die Photovoltaikanlage installiert ist, wird in der Regel auch der Stromzähler getauscht. Gemeinsam mit dem Netzbetreiber erfolgt die Inbetriebnahme der PV-Anlage. Das heißt: Wenn ich als Privatkunde die Photovoltaik auf dem Dach habe, kann ich die Anlage sofort in Betrieb nehmen, muss aber dem Wechselrichter sagen, dass keine Überschusseinspeisung stattfinden darf. Ich kann dann sofort alles in den eigenen vier Wänden verbrauchen, muss aber warten, bis der Netzbetreiber da war und den Zähler getauscht hat. Erst dann darf man auch abrechnungsrelevant ins Netz einspeisen, weil man ja schließlich auch Geld für die Überschusseinspeisung bekommen möchte. Bei uns hat es ungefähr zwischen einer und zwei Wochen gedauert, dann war der Zähler drin. Wir kennen aber auch Fälle, da dauerte es länger – das ist zum Glück nicht die Regel.“
Gut zu wissen: Seit dem 25. Februar 2025 gelten neue Regelungen für Solaranlagen, damit Netzüberlastungen vermieden werden und die Einspeisung effizienter gesteuert werden kann. Dazu gehören der verpflichtende Einbau von Smart Metern ab 7 kWp sowie Änderungen bei der Einspeisevergütung. Hier erfahrt ihr mehr zum Solarspitzengesetz...
Der Praxistest für die Photovoltaikanlage
Bei Familie Pulz liefert die PV-Anlage inzwischen zuverlässig Energie – und damit die Option, die angeschlossenen Verbraucher zu steuern und zu kontrollieren. Natürlich hat das auch Auswirkungen auf das eigene Verbrauchsverhalten, wie Alexander schildert: „Wenn man technisch ein bisschen versiert ist, möchte man dann auch ein bisschen spielen und schauen, was man an Regelungstechnik so machen kann, wie Verbraucher reagieren, wenn man eine Photovoltaikanlage hat. Am Netzanschluss sieht man dann auch erst mal, was man selbst für ein Verbrauchsverhalten hat. Wenn man jetzt föhnt, kommt man auf so „blöde Ideen“, dass man sagt: 'Nee, bitte jetzt nicht den Wasserkocher anschalten, weil die Waschmaschine und die Spülmaschine laufen noch – die sind aber in einer halben Stunde fertig, dann machen wir das.‘ Man kontrolliert sich also ein bisschen selbst, aber das macht auch Spaß.“
Die eigenen Verbraucher smart steuern, das funktioniert am besten über eine App, mit der sich der Stromverbrauch optimal analysieren und steuern lässt. Ein "Home Energy Management System", das sich auch nachträglich integrieren lässt, ist der Solar Manager.
Hier erfahrt ihr mehr über den Solar Manager...
Projekt 3: Der Batteriespeicher wird erweitert
Wer eine Solaranlage plant, denkt meistens auch die Integration eines Batteriespeichers mit. Die Überlegung dahinter: Der Strom sollte auch dann verfügbar sein, wenn die Sonne mal nicht scheint. Bei der Dimensionierung der Größe gibt es einiges zu bedenken, wie Alexander erläutert: „Die Speichergröße richtet sich natürlich ein bisschen nach dem Photovoltaiksystem auf dem Dach. Es macht keinen Sinn, das zu überdimensionieren, aber auch keinen, beispielsweise bei einer 20-kW-Anlage nur einen 5-kWh-Speicher zu haben. Dann ist der Speicher mittags voll und reicht vielleicht nicht mal über die Nacht.“ Trotz sorgfältiger Planung stellt sich jedoch manchmal heraus, dass der ursprünglich kalkulierte Speicherbedarf doch nicht ausreicht, beispielsweise bei einer Erweiterung der Photovoltaikanlage oder einer Änderung in der Verbrauchssituation. Auch Familie Pulz hatte den bei Inbetriebnahme installierten 5-Kilowattstunden-Batteriespeicher ein Jahr später um weitere 5 Kilowattstunden erweitert. Der Grund: Die später eingerichtete Wallbox machte eine Nachrüstung erforderlich. Die spätere Erweiterung war im Übrigen überhaupt kein Problem. Heute sind die Photovoltaikanlage und der Speicher ein fester Bestandteil im Energiemix der Familie – mit spürbaren Vorteilen beim Eigenverbrauch.
Ihr denkt über eine Erweiterung eurer Photovoltaikanlage nach? Erfahrt hier mehr über Erweiterungsmöglichkeiten...
Projekt 4: Die Wärmepumpe ersetzt die alte Gasheizung
Als die Gasheizung ausgetauscht werden musste, stand Familie Pulz wie so viele andere auch vor der Frage, ob sie auf ein anderes Heizsystem umsteigen sollten. Warum ist die Entscheidung dann zugunsten einer Wärmepumpe gefallen? „Die Beweggründe für uns waren gerade beim Thema Heizung klar: Wir hatten eine Gastherme und die Gasregelarmatur war mehrfach kaputt. Das System war über 20 Jahre alt und damit einfach am Ende seiner Lebensdauer. Wir wollten unseren eigenen Solarstrom auch fürs Heizen einsetzen – Das reduziert den Gasverbrauch deutlich und senkt die CO₂-Emissionen im Vergleich zur alten Gastherme.“ Der Familienvater war von der Technik der Luft-Wasser-Wärmepumpe begeistert: „Das Thema Wärmepumpe fand ich schon immer faszinierend, weil man einfach die Außenluft als Wärmequelle nutzt. Die ist einfach da – da muss ich keinen Aufwand betreiben. Über die Jahre hat man auch eine riesige Entwicklung bei der Verdichtertechnik gesehen. Ich habe 2010 das erste Mal mit Luft-Wasser-Wärmepumpen zu tun gehabt. Damals war ein COP*, also ein Wirkungsgrad von drei, schon was Tolles. Heute** sind COPs von fünf oder sechs Standard. Heute erreichen moderne Wärmepumpen Wirkungsgrade von fünf bis sechs – das bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden bis zu sechs Kilowattstunden Wärme“, resümiert Alexander den Entwicklungsstand.
Die Energiekrise hat ihn schließlich in der Entscheidung für eine Wärmepumpe bestärkt: „Wenn man ein bisschen technikbegeistert ist und sich dafür interessiert, hatte man auch schon immer ein gewisses Bewusstsein dafür, dass Gas eine endliche Ressource ist. Wir haben in Deutschland keine riesigen Gasfelder, also ist da automatisch eine Abhängigkeit da. Dasselbe gilt für Öl und auch für Biomasse, wenn man sie nicht nachhaltig anbaut.“
Alles eine finanzielle Frage?
Trotz vieler Vorteile spielt bei der Wahl eines neuen Heizsystems oft auch der Preis eine Rolle – Wärmepumpen sind in der Anschaffung meist teurer als andere Systeme. Doch auch beim finanziellen Thema waren die Pfalzwerke für Familie Pulz eine wichtige Hilfe: „Es gibt Zuschüsse, z. B. über die KfW. Das war auch für uns die einzige Möglichkeit, das finanziell abzubilden. Was uns bei den Pfalzwerken auch gut gefallen hat, war die Unterstützung bei der Antragstellung von Fördermitteln. Dadurch haben wir Zeit sparen können."
Gerade im Vorfeld möchten sich viele Hausbesitzer erst einmal unverbindlich einen Überblick verschaffen, welche finanziellen Zuschüsse möglich sind. Ganz bequem könnt ihr zum Beispiel durch unseren Fördermittelcheck herausfinden, welche Zuschüsse regional und überregional für Euch in Frage kommen könnten – sowohl für euer Photovoltaik- als auch euer Wärmepumpenprojekt. Und in punkto Finanzierung profitieren Pfalzwerke-Kundinnen und -Kunden sogar von exklusiven Konditionen der regionalen Partnerbank.
- Hier findet Ihr mehr Informationen zur Wärmepumpenförderung
- Wer mehr zur Förderung und Finanzierung von Photovoltaikanlagen wissen möchte, wird auf dieser Seite fündig...
Von der Idee bis zum warmen Haus: Planung und Einbau der Wärmepumpe mit den Pfalzwerken
Und wie hoch ist der Planungsaufwand für die neue Heizung? Nach Ausfüllen des Onlinerechners erhaltet ihr ein Angebot von mindestens zwei etablierten Herstellern – die möglichen Förderungen sind bereits berücksichtigt. Bei den anschließenden Vor-Ort-Terminen werden die Gegebenheiten eures Hauses geprüft und eine erste Planung erstellt. Nach Vertragsabschluss führt der Projektleiter eine detaillierte Begehung durch und erstellt die finale Planungsgrundlage. In diesem Schritt werden konkrete Fragen geklärt, etwa zur optimalen Platzierung der Außeneinheit oder des Pufferspeichers. Wichtig zu wissen: Es werden keine neuen Heizleitungen durch die Räume verlegt; sämtliche Leitungen dienen ausschließlich dem Anschluss der Außeneinheit und der Verbindung der neuen Wärmepumpen-Komponenten.
Alexander Pulz berichtet, wie es in seinem Fall mit den Pfalzwerken lief: "Ich war überrascht. Wir hatten vorher eine Gastherme mit Pufferspeicher. Als die Kollegen hier angekommen sind, war das innerhalb von fünf Stunden alles ausgebaut, dann war wirklich Kahlschlag. Es hat ungefähr vier Tage gedauert, bis die neue Technik installiert war und wir wieder warmes Wasser hatten. Es ging also schnell – man kann sagen, innerhalb einer Woche ist der Einbau erledigt.“
Ihr spielt auch mit dem Gedanken, in eurem Bestandsbau auf eine Wärmepumpe umzusteigen? Mit unserem Wärmepumpenrechner könnt ihr mit wenigen Klicks herausfinden, welche Wärmepumpenlösungen zu eurem Bestandsgebäude passen.
Hier geht's zum Wärmepumpenrechner...
Hat sich die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe für Familie Pulz gelohnt?
Mittlerweile läuft die Wärmepumpe und wärmt das Haus der Familie Pulz zuverlässig. Die Antriebsenergie für die Wärmepumpe liefert zum großen Teil die eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Und wie schaut es mit der erhofften höheren Eigenversorgung aus? Alexander zieht für sich ein persönliches Resümee:
„Von Frühling bis Herbst decken wir einen großen Teil unseres Energiebedarfs selbst – dank eigener PV-Anlage und Wärmepumpe. Komplett unabhängig wird man aber nie. Die Photovoltaikanlage müsste dafür irrational überdimensioniert sein, um in den Wintermonaten genug Sonnenstunden fürs Haus zu liefern. Dann hätte man im Sommer einen unverhältnismäßig hohen Überschuss, den man gar nicht braucht. Das wäre kontraproduktiv, weil man damit negative Strompreise durch Überschusseinspeisungen verursachen würde.“
Ihr würdet gerne die Energiewende im eigenen Haus umsetzen? Diese Links helfen euch weiter:
- Die optimale PV-Anlage fürs eigene Haus finden: Wir helfen euch weiter: Hier findet ihr alle Infos zu unseren Solar-Angeboten.
- Ihr fragt euch, ob sich eine PV-Anlage für Euch lohnen kann? Unsere Solar-Profis beraten euch und finden die Lösung für euer Dach.
- Umstieg auf eine Wärmepumpe im Bestandsbau: Hier findet Ihr alle Infos, die bei der Entscheidungsfindung helfen.
**Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet. Er beschreibt das Verhältnis zwischen der erzeugten Heizleistung und der dafür eingesetzten elektrischen Energie – je höher der COP, desto effizienter die Wärmepumpe.
*Stand: April 2025
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