20 Tipps, wie ihr einfach Strom und Geld sparen könnt

20 Tipps, wie ihr einfach Strom und Geld sparen könnt

Den Stromverbrauch senken und damit Geld sparen? Viele kleine Tricks können helfen!

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AUSLESE - DARUM GEHT`S HIER:

  • Warum sollen wir Strom sparen?
  • Mit kleinen Tricks lassen sich die Stromkosten senken
  • 20 Tipps, wie ihr Strom spart

Warum Strom sparen?

Die Bundesregierung hat bereits im Juni dazu aufgerufen, so viel wie möglich an Energie zu sparen. Grund sind der Ukraine-Krieg und die explodierenden Rohstoffpreisen am Energiemarkt.

Zusatzeffekt: Wenn insgesamt weniger Energie verbrauch wird, kann die Energiewende gelingen. Mit dem eigenen Stromverbrauch zu beginnen, ist für jede*n machbar und im eigenen Geldbeutel spürbar. 

Wo und wie könnt ihr zu Hause Strom sparen?

Der durchschnittliche Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts liegt bei 4.500 Kilowattstunden pro Jahr – der Strom für die Warmwasseraufbereitung ist hier nicht einmal mit berechnet. Diese Zahl lässt sich in den meisten Haushalten leicht senken.

Zunächst solltet ihr euch bewusst machen, was im Haushalt am meisten Strom verbraucht: Kühlen, Gefrieren, Kochen, Spülen, Waschen, Trocknen – aber auch Licht, Warmwasser und Geräte für die Unterhaltung und Kommunikation.

20 Tipps, wie ihr Strom sparen könnt

1. Beim Neukauf von Geräten auf Effizienzklassen achten

Je neuer ein Gerät, umso höher ist in der Regel seine Energieeffizienz. Die Kennzeichnung mit dem sogenannten EU-Energielabel ist europaweit verpflichtend. Es zeigt die Effizienzklasse eines Geräts. Das System der Klassen wurde Anfang 2021 überarbeitet. Während es bei Kühlschränken, Waschmaschinen und Co. früher noch Klassifizierungen wie A++ oder A+++ gab, gelten diese heute nicht mehr. Die aktuellen Kennzeichnungen gehen von A bis G. Zur Orientierung: Was früher A+++ war, ist heute meist C. Die meisten Geräte der Spitzenklasse kommen in D, einige schaffen sogar nur E. Das neue Label findet sich auf zahlreichen Geräten. Wie bei der alten Klassifizierung gibt es noch immer die bekannte Farbskala von Dunkelgrün (sehr gut) bis Rot (sehr schlecht).

2. Energiesparlampen einsetzen!

Fast 300 Kilowattstunden Strom verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt pro Jahr für die Beleuchtung mit klassischen Glühbirnen. Doch diese wandeln nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um.

Besser eignen sich Energiesparlampen. Sie verfügen über eine lange Lebensdauer und sparen eine Menge Strom. Auch Halogen- oder Leuchtstofflampen sind eine gute Alternative.

Die Zukunft gehört jedoch den lichtemittierenden Dioden (LED). Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen lässt sich mit ihnen bis zu 90 Prozent der Energie einsparen. Noch mehr Facts zum Energiesparen durch LED-Lampen erklärt Energieberaterin Maja Braun in diesem Video...

3. Stecker raus!

Der Stand-by-Modus unserer Elektrogeräte verbraucht auch einiges an Energie. Je nach Anzahl der Geräte können so in einem 3-Personen-Haushalt über 100 Euro pro Jahr gespart werden. Also zieht den Stecker, wenn ihr das Gerät nicht nutzt.

Tipp: Mit einer ausschaltbaren Steckerleiste kann man mehrere Geräte gleichzeitig vom Netz nehmen. Alternativ gibt es für verschiedene Gerätegruppen Vorschaltgeräte. Diese lassen sich per Fernbedienung steuern und senken den Stand-by-Verbrauch erheblich.

4. Den Kühlschrank richtig einstellen

Der Kühlschrank benötigt viel Energie. Für den Neukauf gilt: Kein Riesenkühlschrank für eine Person! Ein Single-Haushalt benötigt ungefähr 100 bis 140 Liter Inhalt, bei einer vierköpfigen Familie sollte man mit 50 Litern pro Person rechnen. Wenn bereits eine Gefriertruhe im Haus ist, ist das Gefrierfach im Kühlschrank unnötig, denn mit Gefrierfach verbraucht das Gerät ein Drittel mehr Strom als ohne! Es empfiehlt sich eine Lagertemperatur von 5 bis 7 Grad Plus. Beim Gefrierschrank sind Minus 18 Grad ideal. Auch sollte der Kühlschrank nie lange offenstehen und die Tür richtig abgedichtet sein. Gummidichtungen solltet ihr regelmäßig prüfen!

Wichtig ist auch, das Gerät regelmäßig abzutauen, denn der Dauerbetrieb vereister Kühlgeräte mit einer Vereisung von nur 5 mm erhöht den Stromverbrauch um 30 Prozent.

5. Kein heißes Essen in den Kühlschrank!

Heißes oder warmes Essen solltet ihr erst völlig abkühlen lassen, bevor es in den Kühlschrank wandert. Das Gerät muss den Inhalt auf sieben Grad herunterkühlen – je wärmer der Inhalt, desto mehr muss es arbeiten, um das Temperaturniveau im Innenraum zu halten. Außerdem bildet sich Dampf, der dann zu Wasser kondensiert. Das Kondenswasser läuft dann an der Rückwand hinunter und führt dort zur Eisbildung.

6. Keine leeren Gefrierschränke!

Rund die Hälfte aller privater Haushalte in Deutschland besitzt einen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe. Leere angeschlossene Geräte verbrauchen mehr Strom. Die eingefrorenen Lebensmittel speichern Kälte und können warme Luft, die beim Öffnen der Türen ins Gerät einströmt, schneller wieder herunterkühlen. Den Gefrierschrank solltet ihr daher am besten immer gut gefüllt halten.

7. Deckel drauf!

Hochwertige Töpfe und Pfannen solltet ihr bevorzugen, da sie die Wärme gut leiten. Wichtig ist auch, dass die Topfunterseite sauber ist und die passende Größe zur Herdplatte hat. Unpassende Deckel und Topfguckerei kosten übrigens Energie: Die Topfdeckel sollten so lange wie möglich geschlossen bleiben. Am besten Glasdeckel verwenden!

8. Weniger vorheizen

Fürs Backen gilt: Langes Vorheizen ist nicht immer notwendig. Der Kuchen wird in den meisten Fällen genauso gut, wenn er sofort in den Backofen kommt. Zwar verlängert sich die Garzeit durch das fehlende Aufheizen, allerdings reichen oft wenige Minuten an zusätzlicher Backzeit aus, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Ausnahmen bilden empfindliche Backwaren wie Biskuit, Blätterteig und Brot oder Gerichte mit kurzer Garzeit.

9. Umluft ist besser

Mit Umluft zu backen, ist ca. 20% sparsamer als mit Ober- und Unterhitze. Das liegt vor allem an der geringeren Temperatur, die bei Umluft ca. 20°C bis 30°C niedriger eingestellt werden kann. Das Vorheizen ist zudem nicht nötig.

10. Backofen und Herdplatte früher ausschalten

Nutzt die Restwärme von Backofen oder Herd und schaltet sie kurz vor Ende der Garzeit einfach aus. Die Wärme, die auf der Herdplatte oder im Ofen nach dem Abschalten verbleibt, reicht aus, um das Gericht bis zu Ende zu garen.

Beim Kochen könnt ihr viel Energie sparen! Energieberaterin Maja Braun fasst die wichtigsten Tipps in diesem Video für euch zusammen...

11. Wasser lieber im Wasserkocher erhitzen

Wasser im Wasserkocher zu erhitzen ist wesentlich effizienter, als einen Elektroherd zu nutzen. Wichtig ist jedoch der Füllstand: Wenn mehr Wasser gekocht wird als benötigt, steigen der Energiebedarf und der CO2-Ausstoß.

12. Waschen ohne Vorwäsche

Die heutigen Waschmaschinen haben eine so starke Leistung, dass eine Vorwäsche überflüssig ist. Auch mit dem Hauptprogramm allein wird die Wäsche sauber.

13. Wäsche an der Luft trocknen

Es ist energiesparender, die Wäsche an der Luft zu trocknen, statt sie eine Stunde im Trockner laufen zu lassen. Selbst bei Wäschetrocknern mit der höchsten Energieeffizienzklasse lassen sich so im Jahr rund 50 Euro einsparen.

Wenn ihr trotzdem nicht auf den Wäschetrockner verzichten möchtet, erklärt euch Energieberaterin Maja Braun in diesem Video, wie ihr ihn energieschonender einsetzt. 

14. Von 60 auf 40

Wascht eure Wäsche statt mit 60 Grad Celsius lieber mit 40 Grad. Damit lässt sich pro Waschgang fast die Hälfte an Strom einsparen. Das Waschen mit 30 statt 40 Grad Celsius senkt die Energiekosten übrigens um bis zu 40 Prozent. Auch Vorwaschen ist meistens nicht nötig, um die Wäsche sauber zu bekommen. Zur Vorreinigung empfiehlt sich Gallseife oder Fleckenspray.

15. Voll machen und Eco-Programm wählen!

Es empfiehlt sich, die Waschmaschine erst dann anzuschalten, wenn sie komplett befüllt werden kann, damit ihr so wenig Waschgänge wie möglich benötigt. Falls vorhanden, solltet ihr das Eco-Programm der Waschmaschine nutzen, denn damit könnt ihr etwa die Hälfte an Energiekosten sparen. Manche Waschmaschinen verfügen auch über ein Kurzwaschprogramm, das nur bei leicht verschmutzter Wäsche genutzt werden sollte. Im Gegensatz zum Eco-Modus bringt es jedoch keinen Energievorteil, denn die Maschine muss in kürzester Zeit aufgeheizt werden und benötigt für diesen Energieaufwand viel Strom.

16. Lieber in die Spülmaschine

Der Abwasch per Hand verbraucht fast dreimal so viel Wasser wie eine Spülmaschine! Mit diesen Fakten fällt die Entscheidung, lieber die Maschine voll zu machen als selbst zu spülen, ziemlich leicht, oder?

17. Laptop und Tablet statt Desktop-Rechner

Auf einem Laptop zu arbeiten oder Filme zu schauen verbraucht weniger Strom als an einem Desktop-Rechner. Am wenigsten Strom beansprucht allerdings das Tablet. Wer nur online shoppen möchte, sollte daher zum Tablet greifen.

18. Bildschirmschoner ade!

Früher sollte der Bildschirmschoner den Bildschirm schonen. Das gilt schon lange nicht mehr.  Monitor und Grafikkarte des PC verbrauchen besonders bei bunten, bewegten Bildern deutlich mehr Strom. Besser ist es also, auf den Bildschirmschoner zu verzichten und den Computer in den „Energiesparmodus“ oder „Ruhezustand“ versetzen.

19. WLAN deaktivieren!

Nachts das WLAN auszuschalten, spart nach Angaben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz auch Energie. Hierzu muss der Router nicht unbedingt vom Netz genommen werden: Die Einstellungen erlauben oftmals eine Zeitsteuerung, die das WLAN nachts deaktiviert.

Wie ihr Standby-Kosten bei Elektrogeräten generell reduziert und warum es unklug wäre, den Router ganz auszuschalten, erklärt Energieberaterin Maja Braun im folgenden Video: 

20. Darkmode nutzen!

Bildschirme zählen zu den größten Stromfressern. Die meisten Displays verbrauchen weniger Energie, wenn sie schwarze Pixel darstellen. Das hat nichts mit der Helligkeit zu tun, sondern mit der Farbe. Durch den „Dark Mode“ kann der Energiebedarf um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Übrigens: Bei LCD-Displays spart der schwarze Bildschirm keinen Strom. Das gilt nur für OLED-Displays, die in den meisten aktuellen Smartphone-Modellen verbaut sind.

Fazit:

Stromsparen ist aber nicht nur für den eigenen Geldbeutel sinnvoll, es ist auch nachhaltig.

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