Repowering in Minfeld: Frischzellenkur für eine PV-Anlage

Repowering in Minfeld: Frischzellenkur für eine PV-Anlage

PV-Module verlieren mit der Zeit an Leistung. Repowering ersetzt veraltete Bauteile durch moderne Technik. Wie das in Minfeld funktioniert und welche Vorteile es bringt, zeigen wir an einem echten Kundenprojekt.

Bildnachweis: © Pfalzwerke

AUSLESE - DARUM GEHT`S HIER:

  • PV-Module verlieren pro Jahr meist etwa 0,2–0,8 % Leistung – je nach Technologie und Bedingungen.
  • Veraltete Komponenten können steigenden Anforderungen nicht mehr bedienen
  • Die Lösung: durch Repowering werden veraltete Module und Bausteine durch moderne Lösungen ersetzt
  • Wie das in der Praxis funktioniert, demonstrieren wir an einer echten Anlage unseres Kunden aus Minfeld in der Pfalz

 

Repowering: Macht eure PV-Anlage wieder fit

Habt ihr eine Photovoltaikanlage, die schon ein paar Jahre auf dem Dach liegt? Dann kennt ihr das: Module altern, bringen weniger Leistung oder fallen ganz aus. Mit Repowering könnt ihr die veralteten Module austauschen lassen – und so eure Anlage technisch auf den aktuellen Stand bringen.

Nach 15 Jahren Betrieb zeigt eine Solaranlage häufig sichtbare Alterserscheinungen: Die Leistung der Photovoltaik-Module nimmt kontinuierlich ab, da Materialien und Technik dem natürlichen Verschleiß unterliegen. Zudem bieten moderne Solarmodule in der Regel signifikant höhere Wirkungsgrade als ältere Modelle. Auch Wechselrichter und andere Systemkomponenten sind heute zuverlässiger, effizienter und ermöglichen eine bessere Überwachung sowie Steuerung der Energieerzeugung. Darüber hinaus entsprechen viele Komponenten älterer Solaranlagen nicht mehr den aktuellen technischen oder sicherheitstechnischen Standards. Ein Repowering – also der Austausch veralteter Module und Technik gegen moderne Lösungen – ermöglicht es, die Energieausbeute der Anlage an heutige technische Möglichkeiten anzupassen, Fördermöglichkeiten für neue Anlagen zu nutzen und die Langlebigkeit des Systems für die kommenden Jahre sicherzustellen.

Was Repowering für die EEG-Vergütung bedeutet

Seit Mai 2024 kann das Repowering eine interessante Option im Hinblick auf die EEG‑Vergütung sein: Das Solarpaket I der Bundesregierung erlaubt den Modultausch ohne Nachweis eines Defekts. Eure bisherige Vergütung bleibt für die Restlaufzeit bestehen. Nach Ablauf der 20‑jährigen Förderdauer wird der eingespeiste Strom dann zum sogenannten Jahresmarktwert vergütet – also zum durchschnittlichen Börsenpreis des Vorjahres. Dieser Wert schwankt jährlich und lag zuletzt im einstelligen Cent‑Bereich pro Kilowattstunde.

Spannend für alle, die ihre Photovoltaianlage nicht nur ertüchtigen, sondern erweitern wollen: Wenn ihr zusätzliche Module ergänzt, gilt die Mehrleistung als neue Anlage. Dafür gibt’s die EEG-Vergütung für weitere 20 Jahre. Die Abrechnung läuft trotzdem gemeinsam.

Ihr wollt mehr wissen? Hier könnt ihr euch das Solarpaket I der Bundesregierung als PDF ansehen...

Ein neuer Anfang für mehr Unabhängigkeit:

In Minfeld (Pfalz) hat das Solarteam der Pfalzwerke Familie Tastan geholfen, diesen Schritt zu gehen: Ihre 15 Jahre alte PV-Anlage wurde durch ein modernes System ersetzt.

Ausgetauscht wurden nicht nur die Solarmodule, sondern das System wurde zusätzlich mit Stromspeicher und einem Gateway für Ersatzstromversorgung ausgestattet. Das bedeutet, dass es der selbst erzeugte Strom auch dann genutzt werden kann, wenn die Sonne nicht scheint. Die Ersatzstromversorgung bedeutet eine zusätzliche Sicherheit bei einem eventuellen Stromausfall.

Der Vorteil: Familie Tastan profitiert weiterhin von der Einspeisevergütung. Ein Beispiel, wie Repowering nicht nur technisch, sondern auch – abhängig von den individuellen Rahmenbedingungen – wirtschaftlich sinnvoll sein kann. 

Was wurde gemacht? – Einfach erklärt mit Bildershow

Repowering PV-Anlage | © Bildnachweis: © Pfalzwerke
Die neue PV-Anlage hat neue Solarmodule mit 10,8 kWp PV-Leistung erhalten. Das war noch nicht alles...
Repowering PV-Anlage bei einem Eigenheim in der Pfalz | © Bildnachweis: © Pfalzwerke
Viele der älteren Anlagen, die wir repowern, waren ursprünglich als Volleinspeiseanlagen geplant. Wenn künftig auch Eigenverbrauch genutzt werden soll, müssen wir diese Anlagen technisch auf Überschusseinspeisung umstellen – inklusive Umbau des Zählerschranks und Einbau eines Zweirichtungszählers. Erst dadurch kann der selbst erzeugte Strom im Haushalt genutzt und nur der Überschuss ins Netz eingespeist werden.
Repowering PV-Anlage bei einem Eigenheim in der Pfalz | © Bildnachweis: © Pfalzwerke
Die Techniker der Pfalzwerke installierten außerdem einen Sigenergy Stromspeicher mit 12 kWh und ein Gateway für die Ersatzstromversorgung.

Faktenbox: Repowering der Solaranlage von Familie Tastan in Minfeld

Die ursprüngliche PV-Anlage aus dem Jahr 2011 mit Dünnschichtmodulen erzeugte rund 770kWh jährlich. Nun wurde sie vorzeitig demontiert und durch ein neues System mit 10,8kWp ersetzt inklusive Stromspeicher und Gateway für Ersatzstromversorgung. So bleibt die Familie auch bei Stromausfall versorgt und nutzt die Sonne effizienter denn je. Dank gesetzlicher Regelungen erhält Familie Tastan weiterhin anteilig die alte Einspeisevergütung von 28Cent/kWh für die nächsten fünf Jahre.

Fazit: Mehr Leistung, mehr Sicherheit, eine klare technische Weiterentwicklung.

Interesse? Lasst euch von unseren Solarprofis beraten.

Die alte Anlage lieferte:

  • 2,1 kWp PV-Leistung mit Wechselrichter und Volleinspeisezähler

Die neue Anlage umfasst:

  • 10,8kWp PV-Leistung
  • Sigenergy Stromspeicher mit 12kWh
  • Gateway für Ersatzstromversorgung
  • Zählerschrank-Umbau auf 2-Richtungszähler

Stimmen aus dem Solarteam: Interview mit Beate Rauch

Wir haben mit Beate Rauch aus dem Solarteam der Pfalzwerke gesprochen, die das Repowering-Projekt von Familie Tastan in Minfeld umgesetzt hat.

Was war das Besondere an diesem Projekt?

Beate Rauch: "Repowering wird im Einfamilienhausbereich bisher noch nicht so oft umgesetzt. Spannend war hier vor allem die Kombination aus Repowering und einer passenden Ersatzstromlösung. So bleibt die Familie auch bei einem Netzausfall weiter versorgt – im Rahmen dessen, was die Anlage technisch leisten kann."

 

Warum hast du Familie Tastan zu einem Repowering geraten?

Beate Rauch: "Familie Tastan wollte nicht in fünf Jahren wieder eine Baustelle am Haus haben – das kann ich gut verstehen. Die zusätzlichen Montage- und Servicekosten für eine zweite Anlage wären dann erneut angefallen. Deshalb haben wir gemeinsam geschaut, wie sich ihr steigender Bedarf – also Haushalt, Wärmepumpe und irgendwann vielleicht ein E‑Auto – möglichst gut abdecken lässt. Die bestehende 2,1‑kWp‑Anlage erhält für die verbleibenden fünf Jahre weiterhin ihre feste Vergütung. Danach gilt für Ü20‑Anlagen (also Anlagen, deren EEG‑Vergütung nach 20 Jahren endet) der sogenannte Marktwert Solar, also der aktuelle Börsenpreis. Für die Kundinnen und Kunden kann das – gerade bei einer großen Batterie – trotzdem sinnvoll sein, weil ein Großteil des Stroms selbst genutzt und gespeichert wird. Und bei nur rund 2 kWp fällt der Teil ohne feste Vergütung im Hochsommer wirtschaftlich weniger ins Gewicht."

Welche Komponenten wurden bei der Anlage ausgetauscht?

Beate Rauch: "In diesem Fall haben wir die zentralen Komponenten der Anlage erneuert – also vor allem die Module und den Wechselrichter. Bei vielen Einfamilienhäusern lohnt es sich, diese Schritte gebündelt anzugehen, weil der Aufwand für Montage und Technik ohnehin anfällt. Bei sehr großen Anlagen können Teilmodernisierungen manchmal sinnvoll sein, aber das ist ein eigenes Thema. Wichtig ist immer: Wir schauen uns jede Anlage individuell an und entscheiden dann gemeinsam, welche Lösung technisch und wirtschaftlich am besten passt."

Wie lief die Installation bei Familie Tastan ab?

Beate Rauch: "Unsere Techniker waren schon gegen 9:30 Uhr vor Ort. Als ich am Nachmittag dazukam, war der Gateway bereits eingebaut und die Batterien standen an ihrem Platz. Bis 19 Uhr war die komplette Anlage eingerichtet und bereit für den ersten Betrieb."

Repowering PV-Anlage bei einem Eigenheim in der Pfalz | © Bildnachweis: © Pfalzwerke
Durch Repowering wurde die alte PV-Anlage der Familie Tastan in Minfeld technisch aufgerüstet.

Was bedeutet das konkret für unseren Kunden aus Minfeld?

Beate Rauch: "Er profitiert jetzt von einer deutlich größeren Anlage und nutzt die Einspeisevergütung der bestehenden Module weiter – das verbessert die Wirtschaftlichkeit insgesamt. Zusätzlich hat die Familie eine Ersatzstromlösung bekommen. Damit bleibt ein Teil der wichtigsten Verbraucher im Haus auch bei einem Stromausfall versorgt – natürlich im Rahmen dessen, was Speicher und Technik leisten können."

In welchen Fällen ist Repowering einer Photovoltaikanlage wirtschaftlich sinnvoll?

Beate Rauch: "Ob sich Repowering rentiert, sollte immer im Einzelfall geprüft werden. Generell lässt sich jedoch sagen, dass ein Repowering wirtschaftlich günstiger sein kann, wenn bereits ein Defekt an der Anlage vorhanden ist, da ein Montage‑/Serviceeinsatz bereits notwendig ist. Sollte ein Dach bereits voll belegt sein mit leistungsarmen Photovoltaikmodulen, so kann durch die Verwendung von effizienteren Modulen eine höhere Leistung abgerufen werden. Dabei verfällt für die ursprüngliche Maximalleistung die vorhandene Einspeisevergütung nicht. Sollte eine Anlage kurz vor dem Auslaufen der EEG‑Vergütung liegen, lohnt sich ein Repowering jedoch meist nicht. Eine gesamte Demontage (inkl. Abmeldung) und die Neuerrichtung einer Anlage wäre in diesem Fall wirtschaftlicher. Die Anlage erhält so erneut 20 Jahre eine Einspeisevergütung, die im Vergleich zum Börsenpreis für ausgelaufene Anlagen (Ü20‑Anlagen = Photovoltaikanlagen, deren ursprüngliche EEG‑Vergütung nach 20 Jahren ausgelaufen ist) höher ausfällt."

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Repowering?

Beate Rauch: "Das lässt sich wirklich nur im Einzelfall bewerten. Die wirtschaftliche Rechnung hängt von vielen Faktoren ab – zum Beispiel, wie viel Vergütung die bestehende Anlage noch bekommt, wie lange diese Förderung noch läuft und wie hoch der eigene Strombedarf ist. Bei kleineren Anlagen mit einer hohen Einspeisevergütung und mehreren Jahren Restlaufzeit kann ein Repowering interessant sein. Aber das ist keine pauschale Regel – es lohnt sich immer, genau hinzuschauen: Was liefert die bestehende Anlage noch? Wie entwickelt sich der eigene Verbrauch? Und welche Technik wäre die passende Alternative? Daraus ergibt sich dann ein realistisches Bild, ob ein Repowering heute Sinn macht oder ob der Weiterbetrieb die bessere Lösung ist. Wenn sicherheitsrelevante Probleme auftreten oder zentrale Anlagenfunktionen nicht mehr zuverlässig arbeiten, kann ein Repowering ebenfalls sinnvoll sein."

Welche Komponenten sind beim Repowering wichtig, um eine veraltete Solaranlage wieder fit zu machen?

Beate Rauch: "Beim Repowering schauen wir uns immer an, welche Teile der bestehenden Anlage sinnvoll ersetzt werden können – also zum Beispiel die Module oder der Wechselrichter. Ob dazu auch Anpassungen im Zählerschrank nötig sind, hängt vom Alter der Installation, den aktuellen VDE‑Vorgaben und den TAB, also den technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers, ab. Wenn Kundinnen und Kunden künftig eigenen Strom nutzen möchten, wird aus dem bisherigen Einspeisezähler in der Regel ein moderner Zweirichtungszähler. Das entscheidet aber der Netzbetreiber im Rahmen des Anlagenumbaus. So bleibt die Anlage technisch auf dem aktuellen Stand und perfekt auf den neuen Bedarf abgestimmt."

Warum sollten sich Kundinnen und Kunden für ein Repowering entscheiden?

Beate Rauch: "Beim Repowering entsteht in vielen Fällen praktisch eine neue Anlage – mit moderner Technik, mehr Leistung und besseren Erträgen. Die bestehende Einspeisung bleibt grundsätzlich erhalten, aber die Vergütung und die technischen Voraussetzungen werden nach heutigem EEG neu bewertet. Für viele lohnt sich das, weil sie damit in eine zeitgemäße und leistungsstarke Lösung wechseln, ohne später wieder eine Baustelle am Haus zu haben."

 


 

Ihr fragt euch, ob Repowering für euch infrage kommen könnte? Wir haben die wichtigsten FAQ für Euch zusammengestellt:

 

FAQ zum Repowering eurer PV-Anlage

Was ist Repowering?

Unter „Repowering“ versteht man den Austausch einzelner oder aller bestehenden PV‑Module gegen moderne, effizientere Module. Dadurch bleibt – sofern die zuvor angemeldete Modulleistung eingehalten wird – der bisherige EEG‑Vergütungsanspruch bestehen. Mit dem Solarpaket I wurde dieser Austausch vereinfacht, da kein Defektnachweis mehr erforderlich ist. Die Höhe der Vergütung orientiert sich weiterhin an eurem ursprünglichen Vergütungssatz, und die Vergütungsdauer läuft für die Restlaufzeit eurer damaligen Anlage weiter.

Was passiert bei einer Steigerung der Gesamtleistung?

Wenn ihr effizientere Module nutzt, kann die installierte Gesamtleistung auf derselben Dachfläche steigen. Die zusätzliche Leistung, die über die bisher angemeldete Maximalleistung hinausgeht, wird wie eine neue Anlage behandelt. Das bedeutet: Für diesen Teil gelten die üblichen Schritte – von der Netzanfrage über die Inbetriebnahme bis hin zum Eintrag ins Marktstammdatenregister.
Eine zusätzliche Messeinrichtung ist dafür in der Regel nicht nötig. Die Leistungen beider Anlagenteile werden üblicherweise prozentual voneinander abgegrenzt, da meist nur ein Wechselrichter vorhanden ist und die Erzeugung nicht separat gemessen werden kann.
Falls eure bestehende Anlage einen geförderten Eigenverbrauch nutzt, sollte geprüft werden, wie sich die Mehrleistung technisch abbilden lässt. Bei Anlagen aus der Zeit vor 2015 ist hier oft eine Abstimmung mit dem Netzbetreiber erforderlich.

Was passiert, wenn eure Anlage nach 20 Jahren aus dem EEG fällt?

Wenn die 20-jährige EEG-Vergütung abläuft, endet der bisherige Förderanspruch. Eure Anlage darf aber weiterhin einspeisen – das ist gesetzlich geregelt. Der Netzbetreiber vergütet euren eingespeisten Strom dann auf Basis des sogenannten Marktwerts Solar, also dem durchschnittlichen Börsenpreis des Vorjahres. Dieser Wert wird jährlich neu bestimmt und kann schwanken - zuletzt lag er im einstelligen Cent‑Bereich pro Kilowattstunde. Die genaue Höhe wird jeweils zu Jahresbeginn festgelegt und im Folgejahr ausgezahlt.
Der Netzbetreiber kann zudem eine pauschale Vermarktungsgebühr abziehen, um seinen Aufwand zu decken. Wie hoch diese Pauschale ist, hängt vom jeweiligen Jahr ab.
Kurz gesagt: Eure Anlage läuft weiter, die Einspeisung bleibt möglich – nur die Art der Vergütung verändert sich.

Mehr Informationen zum Thema findet ihr im Solarpaket I der Bundesregierung.

Technologische Komponenten im Repowering: Welche Bausteine sind betroffen?

Beim Repowering verbergen sich hinter dem Begriff „technologische Komponenten“ insbesondere die beiden zentralen Bausteine einer Photovoltaikanlage: Wechselrichter und Solarmodule. Entscheidend ist, dass gerade ältere Module im Laufe der Jahre an Wirkungsgrad verlieren können, während neue Module mit verbesserten Technologien deutlich effizienter arbeiten und eine höhere Stromausbeute erzielen. Ähnlich verhält es sich beim Wechselrichter, der als Herzstück der Anlage den erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom umwandelt – moderne Wechselrichter ermöglichen nicht nur eine bessere Energieumwandlung, sondern auch eine smarte Steuerung, effizientere Netzeinspeisung und die problemlose Integration eines Batteriespeichers. Meist lohnt sich der Austausch beider Komponenten, um langfristig mehr Solarstrom zu gewinnen, die Sicherheit der Anlage zu erhöhen und zukünftige Erweiterungen – etwa durch einen Stromspeicher oder ein Ersatzstromsystem – problemlos realisieren zu können. In vielen Fällen stellen auch gesetzliche und technische Vorgaben sicher, dass nur moderne, zertifizierte Komponenten zum Einsatz kommen dürfen, wodurch die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der gesamten Photovoltaikanlage maßgeblich steigt.

Welche finanziellen Vorteile bietet Repowering?

Repowering einer Photovoltaikanlage bringt nicht nur Modernisierungskosten mit sich, sondern eröffnet auch zahlreiche wirtschaftliche Vorteile. Durch den Austausch veralteter Komponenten und den Einsatz effizienterer Solartechnik kann der Stromertrag der PV-Anlage spürbar steigen. Dies wirkt sich direkt auf die Erträge und die Eigenverbrauchsquote aus. Auch die durchschnittlichen Reparatur- und Wartungskosten sinken, da moderne Systeme mit einer längeren Lebensdauer und verbesserten Garantieleistungen punkten. Hinzu kommen Förderprogramme und steuerliche Vorteile, die die Investition zusätzlich absichern. Nicht zuletzt kann Repowering die Abhängigigkeit vom Energiebezug aus dem öffentlichen Stromnetz verringern.

Gibt es Förderprogramme für das Repowering von Photovoltaikanlagen?

Ja, das Repowering von Solaranlagen wird gefördert. Viele Bundesländer und Kommunen bieten spezielle Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite an, um die Modernisierung bestehender Photovoltaikanlagen zu unterstützen. Förderprogramme beziehen häufig neben der Erneuerung von Modulen auch Batteriespeicher und intelligente Steuerungstechnik mit ein. Informiert euch hierzu in unserem Fördermittel-Check.

Bekomme ich weiterhin Einspeisevergütung?

Ja, unter bestimmten Bedingungen bleibt euch ein Teil der bisherigen Einspeisevergütung erhalten – dies wurde gesetzlich geregelt, damit sich die Investition in neue Technik und die Modernisierung noch immer lohnt. Wichtig ist, die Voraussetzungen für den Weiterbezug der Vergütung zu prüfen und sich im Vorfeld von Experten beraten zu lassen, damit wirtschaftliche Vorteile gesichert werden. Durch das Solarpaket 1 der Bundesregierung wurde der Austausch alter Photovoltaikmodule vereinfacht: Um den Förderanspruch nicht zu verlieren, war es in der Vergangenheit nötig, beim Austausch einzelner Komponenten der PV-Anlage einen Defekt oder Diebstahl nachzuweisen. Nach der EEG 2023 können nun einzelne Module problemlos ausgetauscht werden, um die bisherige Vergütung im Rahmen der angemeldeten Leistung für die Restlauf weiter ausbezahlt zu bekommen. Ein weiterer Vorteil besteht in der Mehrleistung der erneuerten Photovoltaikanlage: Diese zusätzliche Leistung wird vom Netzbetreiber als Neuanlage gewertet und bedeutet eine erneute Vergütung für 20 Jahre. Auf der Seite der Pfalzwerke-Netz AG findet ihr weitere Informationen zum Thema.

Wie lange dauert die Installation?

Die Installation eines modernen Repowering-Systems ist in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen abgeschlossen. Der genaue Zeitrahmen ist abhängig vom Umfang der Arbeiten und der gewählten Technik, doch dank vorgefertigter Komponenten und erfahrener Handwerker sind Unterbrechungen der Stromversorgung meist nur kurz.

Was kostet ein Repowering?

Die Kosten für Repowering variieren je nach Größe der Photovoltaikanlage, gewünschter Leistung und dem Einsatz eines Stromspeichers erheblich. Eine individuelle Beratung lohnt sich in jedem Fall, denn maßgeschneiderte Angebote ermöglichen es, Förderung zu beantragen und die Anlagenkosten bestmöglich zu optimieren.

Wie funktioniert die Ersatzstromversorgung?

Eine Ersatzstromeinheit wie beispielsweise ein intelligentes Gateway erkennt auftretende Stromausfälle in Sekundenbruchteilen und schaltet automatisch auf Ersatzstromversorgung um, sodass euer Haus weiterhin zuverlässig mit selbst erzeugtem Solarstrom versorgt wird. Diese Lösung erhöht die Versorgungssicherheit und ermöglicht im Ernstfall eine weitgehende Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz.

Was passiert mit dem alten Zähler?

Im Zuge des Repowerings wird der vorhandene Zähler durch einen modernen Zweirichtungszähler ersetzt, der sowohl den eingespeisten als auch den selbst verbrauchten Solarstrom genau erfasst. So profitiert ihr von einer transparenten Abrechnung und optimaler Netzintegration.

Kann ich auch als Privatperson repowern?

Ja, insbesondere für private Hausbesitzer mit einer älteren Solaranlage – häufig ab einem Alter von zehn Jahren – empfiehlt sich eine Prüfung der vorhandenen Technik. Ein Repowering kann die Stromausbeute steigern, die Zuverlässigkeit verbessern und die Laufzeit der Investition deutlich verlängern.

Ihr möchtet eure PV-Anlage modernisieren?

Fordert jetzt eine persönliche Beratung an – direkt aus der Region, mit dem Solarteam der Pfalzwerke.

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