So setzt sich der Strompreis zusammen

So setzt sich der Strompreis zusammen

Wir erklären dir die Zusammensetzung des Strompreises, und welche Anteile des Strompreises überhaupt von deinem Energieversorger beeinflussbar sind.

Stecker Strom

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Der Strompreis setzt sich aus drei Blöcken zusammen:

1. Steuern, Abgaben und Umlagen

Das sind Gelder, die an den Staat fließen. Sie machen annähernd die Hälfte des Strompreises und damit den größten Anteil aus.
Die EEG-Umlage macht den größten Teil aus. Sie ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt. Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien finanziert. Betreiber*innen von Erneuerbare Energien-Anlagen, die Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten eine festgelegte Vergütung. Ein weiterer großer Teil ist die Mehrwertsteuer.
Mit der KWKG-Umlage wird der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) gefördert.
Die Offshore-Netzumlage sorgt dafür, dass Offshore-Windparks an das deutsche Stromnetz angeschlossen werden. Die Bundesregierung sieht Offshore-Windenergie als "wesentlichen Baustein der Energiewende".

Die §19 StromNEV-Umlage soll energieintensive Industriebetriebe in Deutschland wettbewerbsfähig halten. Dank ihr können Unternehmen aus diesem Bereich eine Befreiung von den Netznutzungsentgelten oder deren Ermäßigung beantragen. Die Kosten tragen dann die Endverbraucher*innen.
Die Konzessionsabgabe stellen Kommunen den Energieversorgern in Rechnung. Und zwar für die Benutzung der öffentlichen Wege und Straßen, auf denen die Stromleitungen verlegt werden.
Die Stromsteuer fällt auf die Nutzung von elektrischem Strom an. Sie wird auch als "Ökosteuer" bezeichnet. Die Idee: Die Verbraucher*innen sollen dazu ermuntert werden, weniger Strom zu verbrauchen.
Die Abschaltbare Lasten-Umlage soll eine höhere Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit sicherstellen. Sie wird erhoben, damit stromintensive Industriebetriebe dafür entschädigt werden, dass sie bei zu hoher Netzauslastung ihre Prozesse kurzzeitig ausschalten. EEG-Umlage, § 19 StromNEV-Umlage und Abschaltbare Lasten-Umlage haben sich erhöht.

2. Netznutzungsentgelte, Messungen und der Messstellenbetrieb

Das Netznutzungsentgelt macht mit beinahe 21 Prozent des Strompreises einen großen Teil der Stromkosten aus.  Diese Netzentgelte sind Kosten, die vom Netzbetreiber für die Durchleitung des Stroms durch ihre Netze erhoben werden. Davon werden die Kosten für den Aufbau, den Betrieb und die Instandhaltung des Stromnetzes bezahlt. Beim Punkt Messungen und dem Messstellenbetrieb geht es um das Entgelt für die Kosten der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (z.B. Zähler) und die Ablesung.

3. Energiebeschaffung/Service und Vertrieb

Was heißt Energiebeschaffung? Die Energieversorger kaufen den Strom, den sie ihren Kund*innen weitergeben, an der Strombörse ein. Es gibt den Terminmarkt für langfristige Einkäufe. Hier kaufen die Energieversorger den Großteil ihrer Energie ein. Zudem gibt es den Spotmarkt für kurzfristige Stromeinkäufe und den Ausgleichsenergiemarkt zum Ausgleich zwischen eingekaufter und tatsächlich benötigter Strommenge.
Vertrieb und Service umfasst dann die Personalkosten, die Marketingkosten und die Kosten für den Kundenservice, den dein Energieversorger hat. Diese Kosten sind vom Stromanbieter beeinflussbar.

Insgesamt kann man sagen, dass 80% des Strompreises Kosten sind, die dein Stromanbieter nicht beeinflussen kann.

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